Das Jägerhaus im Naturpark Obere Donau Das Jägerhaus Fridingen an der Donau

Das Jägerhaus bei Fridingen an der jungen Donau bietet Genuss pur mitten im Naturschutzgebiet Stiegelesfels.

Jägerhaus vom Knopfmacherfelsen aus gesehen Das Jägerhaus vom Knopfmacherfelsen aus gesehen

Eigentlich will ich hier gar nicht lange um den heißen Brei herum reden. Das Jägerhaus in Fridingen ist einer meiner Lieblingsorte.

Warum? Darum:

Einmalige, naturnahe Lage

Neulich habe ich mich mit Kollegen über abgedroschene Tourismusphrasen ausgetauscht. Zum Zuge kam dabei auch: “idyllisch in ruhiger Lage”, weil dieser Ausdruck häufig “hinterm Mond mit mangelhafter Infrastruktur” schönreden soll. Das Jägerhaus steht aber wirklich idyllisch und bietet viele Möglichkeiten. Ein phantastischer Ort mitten im Naturpark Obere Donau, zwischen den Felsen der jungen Donau gelegen unterhalb des Schloss Bronnen im Naturschutzgebiet Stiegelesfels. Mit dem Auto kommt man hierher nur auf Schotterwegen und an Sonn- und Feiertagen ist die Zufahrt ganz verboten. Für Blogger etwas hart ist der nicht vorhandene Netzempfang, aber hier ist das eher ein Alleinstellungsmerkmal, wenn man mal nicht dauernd durch Gebimmel, Gebrumme oder Gehupe abgelenkt wird. Im Jägerhaus gibt es auch Gästezimmer. Das bietet sich insbesondere an, wenn man auf dem Donauradweg unterwegs ist, der direkt am Jägerhaus vorbei führt. Die einmalige Lage lockt nicht nur mich immer wieder zum Fotografieren an.

Donaulandschaft beim Jägerhaus Im Herbst hat man hier als Fotograf leichtes Spiel.

Jai Buck am Jägerhaus Mein Kumpel Jai und ich haben an der Donaufurt am Jägerhaus für die E-Bike-Kampagne #donau_up experimentiert.

Hervorragendes Essen und rustikale Einrichtung

Wenn man hier durchs Donautal wandert, genießt man nicht nur die Natur rund ums Jägerhaus, sondern man sieht auch, woher das Fleisch für die leckeren Gerichte kommt. Die Zebus (indische Buckelrinder), die hier auf den Wiesen weiden, gehören zur Landwirtschaft der Familie Stehle und liefern die Basis für die Speisekarte. Und wie es sich in einem Jägerhau sgehört, gibt es heir zu den passenden Jahreszeiten natürlich viel Wild. Besonders gerne esse ich Klieber, eine Art Ragout aus Wild-Innereien. Im Jägerhaus gibt es auch Grillabende, bei denen dann ein ganzes Zeburind und ein Wildschwein auf den Spieß kommen. Im Frühjahr gibt es dagegen Spargelabende. Aber auch die reguläre Speisekarte kann sich absolut sehen und schmecken lassen. Mein Tipp: Rouladen vom Zebu mit hausgemachten Spätzle. Das Jägerhaus ist im übrigen schon wegen seiner Einrichtung besuchenswert. Rund um das geschnitzte Mobiliar und den Kachelofen gibt es in der alten und neuen Stube präparierte Tiere zu sehen und in der warmen Jahreszeit wartet ein großer Balkon mit Blick auf die Donau. Und hier werden viele Geschichten geschrieben und erzählt und die wenigsten davon sind Jägerlatein.

Roulade vom Zebu im Jägerhaus

Weihnachtsdeko Je nach Anlass wird auch gekonnt eingedeckt. Als ich zum Fotografieren im Jägerhaus war, hat Martine Stehle gerade einen Tisch für Drehaufnahmen zu “Bauer sucht Frau” gerichtet.

Wandern pur rund ums Jägerhaus

Wenn man mal so richtig seine Ruhe haben will, kommt man hier am besten außerhalb der Saison her. Selbst im Winter kann man im Jägerhaus das Essen und die Landschaft genießen. Selbst wenn Teile der lokalen und zertifizierten Wege witterungsbedingt gesperrt sein sollten, gibt es immer noch genug Möglichkeiten. Zwei Routen am Jägerhaus will ich Euch vorstellen:

Wandertipp 1: Beuron – Jägerhaus (ca. 8 km)

Beliebt ist ein ausgedehnter Spaziergang von Beuron ins Jägerhaus. Er bietet sich als ideale Ausflugsroute an, wenn man z.B. mit dem Wohnmobil auf dem Stellplatz in Beuron an der alten Holzbrücke steht. Man sollte aber den Weg am Donauufer nur auf dem Rückweg benutzen. Auf dem Hinweg gibt es einen sehr schönen Weg vom Parkplatz am Kloster in Beuron. Man folgt hier einfach erst einmal dem Jakobsweg, den man leicht an der Pilgerfigur findet. An der Klostermauer geht man entlang bis zum Beginn des Kreuzwegs und folgt ihm ins Liebfrauental. Hier passiert man die Lourdesgrotte und steigt dann hoch auf die Bronner Wiese, vorbei am Gallus-Hof (der früher von Mönchen bewirtschaftet wurde). Man bleibt weiter auf dem Jakobsweg bis man ds Schloss Bronnen passiert hat. Nun folgt man der Beschilderung “Naturdenkmal” nach rechts, wo es den Berg hinunter geht. Hier findet man die schöne Bronner Höhle. Geht man weiter ab kommt man direkt am Jägerhaus an. Eine Abkürzung kann man nehmen, wenn man am Ende der Bronner Wiese gleich rechts abbiegt und durch die Schlucht zum Jägerhaus hinunter steigt.

Bauernhof Der Gallus-Hof auf der Bronner Wiese

Bronner Höhle von innen Die Bronner Höhle liegt direkt oberhalb des Jägerhaus.

Wandertipp 2: Auf der Donaufelsen-Tour (15,4 km)

Das Jägerhaus liegt auch mitten im Donaubergland und dort an einer der Premiumwanderwege DonauWellen. Die Donaufelsen-Tour gehört mit zum besten, was man sich vorstellen kann, wenn es darum geht, Wandern und vielfältige Naturerscheinungen miteinander zu verbinden. Eine ausführliche Beschreibung findet sich im Junge Donau Magazin

Schloss Bronnen Das Schloss Bronnen kann man zwar nicht besuchen, aber es ist immer schön anzusehen.

Felsformation Der Stiegelesfels hat den Namen für das Naturschutzgebiet geliefert

Auf dem Donauradweg an der Donau zwischen Beuron und dem Jägerhaus dürfen grundsätzlich keine Autos fahren. Wer mit dem PKW anreist, muss dies über Bergsteig/Fridingen oder über Buchheim machen. Aber: an Sonn- und Feiertagen ist auch hier die Zufahrt durch Schranken geschlossen.

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