St. Gallen: eine Adventsreise in die Sternenstadt

Im Advent verwandelt sich die UNESCO-Wetlkulturerbe-Stadt St. Gallen in die Sternenstadt und der Stiftsbezirk wird zur vorweihnachtlichen Bühne. Die Sternenstadt gehört zu den schönsten weihnachtlichen Städten in der Schweiz und kann mit kulinarischen und kulturellen Spezialitäten aufwarten, die eine Städtereise in die Schweizer Bodenseeregion zum einmaligen Erlebnis machen.

Sternenmobil mit Vadian-Denkmal

Die Illuminierung der Innenstadt kurz vor dem ersten Advent ist mittlerweile ein festes Ritual, das von den St. Gallenern gefeiert und vom Trägerverein der Sternenstadt gemeinsam mit dem Stadtpräsidenten eröffnet wird. 2017 wird das Sternenmobil neu aufgestellt, auf dem verschiedene Aktive der Stadt Programm anbieten. Glücklicherweise haben die vielen Verkaufsstände und Buden schon einen halben Tag vorher geöffnet. Während des Wartens rund um das Vadian-Denkmal kann man die noch nicht funkelnden Sterne in Augenschein nehmen und sich die Zeit mit ersten Weihnachtseinkäufen, Leckereien oder einem Glas (Vor-)Glühwein vertreiben.

Adventsmarkt mit Holzhütte

Glühwein

Hier ein kleines Video:

Einstein within Reach: Luxus-Hotel mitten in der City

Wer eine elegante Unterkunft sucht, sollte das Einstein Hotel ins Visier nehmen. Es liegt in unmittelbarer Reichweite der Innenstadt. In kaum fünf Minuten ist man zu F>uß im Stiftsbezirk. Das Einstein gehört zu den Top-Häusern in St. Gallen und ist für alle Anforderungen gerüstet. In der Adventszeit sind auch hier alle zentralen Räumlichkeiten weihnachtlich geschmückt. An der Rezeption werde ich ausnehmend freundlich aufgenommen und finde auf meinem Zimmer einen handschriftlichen Willkommensgruß von Hoteldirektor Michael Vogt. So fällt Ankommen leicht. Mein Zimmer ist sehr hochwertig, stilvoll und mit allem eingerichtet, was man von einem Hotel dieser Kategorie erwarten darf: Domizil, Congress-Centre, Genuss-Tempel, Shopping-Mall und Wellness-Medbase.

Fassade des Einstein Hotel mit Wehnachtsbeleuchtung

Das Bad aus Marmor

Mein Zeitfenster hat mir leider nicht ermöglicht, das Zwei-Sterne Restaurant und den Spa-Bereich zu besuchen. Aber ein kurzer Besuch der Bar war drin. Die Zigarren-Lounge besuche ich, wenn ich 80 bin. Dann fang ich das Rauchen wieder an. Wer vorher mehr wissen will, kann sich auf der (sehr professionellen) Website des Einsteins umsehen.

Blick in die Hotel Bar des Einstein Hotel

Ach ja, fast etwas nebenbei ist das Einstein eine Arena für moderne Kunst. Überall in den frei zugänglichen Bereichen hängen oder stehen Arbeiten zum Beispiel von Stephan Balkenhol oder Anke Doberauer, um nur zwei zu nennen. Das Ungewöhnliche daran: hier stehen keine Museumswärter mit scharfen Blicken, sobald man in die Aura einer Arbeit tritt und hier hängen auch keine Schilder mit dem Künstlernamen oder dem Werktitel. Das hat einen ganz wundervollen Effekt. Sie sind einfach nur da, mitten im Leben, das der Betrachter gerade mitbringt.

Foyer mit Kunstwerken und Weihnachtsbaum

Weihnachten und Kulinarik zwischen Originalen, Raubkunst und Tischordnungen

Unbedingt empfehlen möchte ich kulturell Interessierten einen Besuch im Historischen und Völkerkundemuseum. Hier finden sich sowohl in der ständigen Sammlung als auch in den Wechselausstellungen einmalige Exponate. Wer aktuell Weihnachtliches besichtigen will, ist hier genau richtig. Denn das Museum zeigt Teile des Nachlasses des St. Galler Künstlers David Bürkler. Allerdings gilt die aktuelle Sonderschau nicht den Werken dieses Stadt-Originals, sondern seiner Sammlung von “Kunst am Tannenbaum”. Im Laufe der Jahrzehnte trug er Christbaumschmuck von der Bierdermeierzeit bis heute zusammen.

David Bürkler David Bürkler

Orginal und orginell ist auch die Raubkunst, die man im Bestand des Museums gefunden hat. Sie wurde vom Museum ohne Murren und initiativ zurückgegeben. Dennoch kann man die beiden Stücke sehen, da die Eigentümer einer Ausstellung der Leihgaben zugestimmt haben. Orginell an den Silberschiffen aus dem Barock ist ihre Funktion. Sie waren Spaß-Gefäße mit einem Schnabel am Bug, aus dem man getrunken hat.

Twei Silberschiffe im Schaukasten

Kulinarisch gibt es generell einige Schwerpunkte in der Sammlung des Museums. So kann man beispielsweise erfahren, wie (und warum) eine Tafel im Rokoko gedeckt war und wieso man beim Tod eines Menschen davon spricht, dass er “den Löffel abgibt”. Ein sehr anschauliches und abwechslungsreiches Museum.

Eine Rokoko-Tafel im Historischen und Völkerkundemuseum

Vier Silberlöffel

St. Gallen kulinarisch: Vitamin B

Die St. Galler sind ein selbstbewusstes und gastfreundliches Volk. Und sie haben Humor. Trotz der unbegenzten Vielfalt, die man in der Stadt erschmecken kann, spricht man hier gerne von den vier “B”: “Wenn Du eine Bratwurst im Bürli mit einem Bier und einen Biber isst, dann hast Du eine vollständige Mahlzeit mit Nachtisch”. Mit diesen vier “B” sind tatsächlich schon einige typische Spezialitäten der Stadt abgedeckt. Die St. Galler Bratwurst ist die bekannteste Spezialität, die natürlich auch in der Sternenstadt angeboten wird. Klassischerweise holt man sie sich im Bürli in der Metzgerei Gemperli in der Schmiedgasse. Sie wird aus Kalbfleisch hergestellt und ihr feiner Geschmack entfaltet sich großzügig in einem crossen Brötchen, dem Bürli. Dazu passt hervorragend ein Bier. Die älteste Brauerei der Scheiz, die Brauerei Schützengarten, bietet für nahezu jeden Geschmack einen geeigneten Bierstil. Und wer noch einen Nachtisch wünscht, geht in der Vorweihnachtszeit am besten in die Confisserie Roggwiller in der Multergasse. Dort gibt es den St. Galler Biber, eine Lebkuchenspezialität aus dem Model. Die Biber gibt es auch als vollständige Weihnachts-Krippen, die im Schaufenster ausgestellt werden.

St. Galler Bratwurst im Bürlu

Ein Gallus 612 von der Brauerei Schützengarten

Biber im Regal

Das nächsten B’s sind die Beizlis, Bars und BRestaurants, denn es gibt noch unzählige kulinarische Hotspots mehr in St. Gallen. Einige davon stelle ich demnächst vor. Dann erkläre ich auch, warum der St. Galler Biber häufig als Bär daher kommt.

Vielen Dank an die St. Gallen Bodensee Tourismus für die Einladung.

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