Die Knaus Tabbert Geschäftsführer: Mission together future

Knaus Tabbert trotzt der Krise – und feiert 60 Jahre Knaus

Alleine die Tatsache, dass die diesjährige Jahres-Pressekonferenz von Knaus Tabbert in Düsseldorf auf dem Messegelände stattfand, zeigt, dass wir in besonderen Zeiten leben.

Die Strategien der Reisemobil-Hersteller im Umgang mit der Corona-Pandemie sind recht unterschiedlich. Drehkreuz der Branche ist bekanntlich der Caravan Salon in Düsseldorf. Viele haben für 2020 ihre Teilnahme bereits abgesagt. Knaus Tabbert hingegen hat die Herausforderung angenommen und wird ab dem ersten Septemberwochenende für sein Publikum da sein. Vor Ort sind sie bereits jetzt schon. Denn die Jahres-Pressekonferenz fand 2020 in der Knaus Tabbert Halle auf dem Düsseldorfer Messegelände statt. Bereits das war ein Weg, mit den Herausforderungen der Covid 19-Gefahr umzugehen – eingedenk der Wahrung der Hygieneregeln.

Sicher urlauben mit dem Camping-Fahrzeug

Knaus Tabbert kann für das erste Quartal 2020 sehr gute Zahlen bekannt geben. Und wenn sie im zweiten Quartal nicht ganz so gut sein sollten, weil sich die Menschen zuerst in der neuen Situation orientieren mussten, so ist doch jetzt schon klar, dass das Bedürfnis nach Sicherheit im Urlaub aktueller denn je ist. War es vor ein paar Jahren noch die Angst vor terroristischen Anschlägen, so wird dieser Trend durch Corona weiter zugunsten des mobilen Reisens verstärkt. Die Logik ist simpel: im eigenen Reisemobil kann man immer genügend Abstand wahren und die Sicherheit durch das eigene Verhalten optimieren. Heimvorteil und Spontaneität inklusive. Knaus Tabbert und die ganze Branche kann also dem Rest des Jahres und der Pandemie halbwegs gelassen entgegen sehen.

Knaus Tabbert beweist Solidarität durch Subsidiarität

Knaus Tabbert ist ein Reisemobil-Vollsortimenter und so verhalten sie sich auch. Das mag ein wenig tautologisch klingen, aber bei manchen Unternehmen taucht immer wieder der Verdacht auf, dass mit Hilfe der Krise Sekundärtugenden ausgespielt werden. Der anhaltende Boom der Branche und die damit einher gehende wirtschaftliche Standfestigkeit hat bei Knaus Tabbert dazu geführt, keine der staatlichen Corona-Hilfen in Anspruch zu nehmen. So etwas gefällt mir, denn es bewahrt die freiheitlichen Grundlagen des Unternehmertums, es kann zielgerichtet gearbeitet werden und das heißt konkret: auf der Jahres PK wurden wieder “frischen Ideen und innovative Neuentwicklungen” vorgestellt, wie es in der Pressemitteilung heißt. Unsere Highlights aus dem Programm:

Für CUVs gibt’s was aufs Dach

PanoramafensterAlle Fotos auf dieser Seite stammen – soweit nicht anders angegeben – von der Knaus Tabbert Group GmbH.
Bei den CUVs (Camping Utility Vehicles) wartet Knaus Tabbert jetzt serienmäßig mit Panoramafenstern für alle Modelle von Knaus und Weinsberg auf. Neben den Dachfenstern und Frontscheiben gehören sie zu den wichtigsten innovativen Lichtmachern und ermöglichen selbst bei geschlossener Front und Seite in Kombination mit den Dachfenstern ein helles und privates Interieur, ermöglichen Ausblicke in den Nachthimmel oder lassen sich selbst (mit Fliegengitter) öffnen und/oder mit Rollo verdunkeln, verfügbar für die H2-Dachhöhe.

Knaus Boxlife mit Klappdach Ebenfalls für die H2-Höhen gibt es jetzt Pop-Up-Roofs. Die Klappdächer gehören zu den Kompakt-Gimmicks für Familien mit Reisemobilen ohne eigenen Aufbau. Sie schaffen nicht nur zwei zusätzliche Schlafplätze, sondern auch Raum für Abenteuer-Spirit. Als “absolutes Novum in der Branche” bezeichnet Knaus Tabbert den Bau dieser Komponente in LFI-Technologie. Die Langfaser-Injektion soll für extreme Stabilität sorgen, bei der Polyurethan mit Glasfaser verstärkt und gepresst wird. Das Verfahren wird bevorzugt bei großeren Strukturbauteilen angewendet.

100 Jahre Helmut, 60 Jahre Knaus: Jubelmodelle im Jubeljahr

Als Helmut Knaus vor 60 Jahren die Marke Knaus ins Leben rief, hat er vermutlich nicht daran gedacht, welche Erfolgsgeschichte seine Initiative nehemen würde. Das hindert Knaus Tabbert nicht daran, seinen 100. Geburtstag und das 60. Firmenjubiläum mit einer 60 Years-Edition zu begehen. Die Jubiläums-Angebote zeichnen sich insbesondere durch ihr Design aus: Helles Dekor im Interieur trifft auf frisches Sturmblau in Stickern und der Lackierung. Zum Jubiläum werden drei kompakte Sondermodelle angeboten, je ein Caravan, ein CUV und ein Teilintegrierter:

Knaus Südwind 60 Years 500 UF Der Südwind, das Knaus Urgestein unter den Caravans, geizt nicht mit frischen Stickereien im Dekor. Für den Südwind 60 Years wird der UF 500 aufgelegt – mit französischem Bett, Heckbad und Bugsitzgruppe. Kompakt mit weitem Raumgefühl.

Knaus Skywave 60 Years 650 MF Bei den Teilintegrierten kommt der Knaus 60 Years Skywave zum Zug, den wir – wie in der Jubiläumsedition – als 650 MF getestet haben. In der Jubiläumsedition wartet er mit bis zu sechs Schlafplätzen auf und vereint Kompaktheit, Familienfreundlichkeit und Flexibilität.

Knaus Boxstar 60 Years 600 Street Der Knaus 60 Years 600 Street stellt das markanteste Jubiläumsmodell dar. Ganz klassisch mit Querbett im Heck ist er ein optisches Highlight.

Der Boxdrive auf MAN TGE

Boxdrive 680 ME auf MAN TGE-Basis Den Knaus Boxdrive – der mich bis heute begeistert – gibt es auf tourstory.de in mehreren Artikeln zum Langzeittest. Er wurde seit 2018 mehrfach weiter entwickelt und auf der diesjährigen Jahres-PK wieder in einer neuen Modellreihe präsentiert. Ab sofort wird er nicht mehr auf VW Crafter-Basis angeboten, sondern mit neuem Chassis auf dem MAN TGE. Bekanntlich ist der MAN TGE das Badge-Engineering-Modell des VW Crafters, so dass von den bisherigen Komponenten nichts fehlen wird. Warum die Knaus-Macher sich für diesen Weg entschieden haben? Vermutlich aus drei Gründen: 1. Man kann das Modell wie den VAN TI Plus in die MAN-Servicestruktur einbinden. 2. Man hat eine Option auf Allradantrieb. 3. Der MAN TGE gibt der Marke Boxdrive ein stärkeres Alleinstellungsmerkmal im Wettbewerb der Basisfahrzeuge. Den Boxdrive gibt auch nach wie vor nur mit einem Grundriss. Mit seinen fast sieben Metern Lämge gehört der Boxdrive sicher zu den markantesten CUVs, der sich am ehesten mit einem rollenden Appartement umschreiben lässt und für den Urlaub ebenso geeignet ist wie als Vehikel im Urban Lifestyle mit zahlreichen Interieur-Optionen.
Knaus Boxdrive Interieur Foto: Stefan Blanz/tourstory.de

Wohnmobil-Vermietung bei Knaus Tabbert expandiert weiter

Der hauseigene Vermietmarke “Rent and Travel” gehört nach wie vor zu den Erfolgsgeschichten in der Knaus Tabbert Gruppe. Angesichts der Lage und der Bedürfnisse nach Sicherheit, Spontaneität und Heimat liegt es nahe, dass Caravaning nach wie vor viele Anfänger, Kaufinteressenten, Kaufunwillige oder auch diejenigen, denen schlichtweg “ihr” Reisemobil vor der Nase weggekauft wurde, anzieht. Bei diesen kommen die Vermieter ins Spiel, die das Wohnmobil auf Zeit im Angebot haben. Die Rent and Travel-Flotte ist mittlerweile auf fast 2000 Fahrzeuge angewachsen und das Franchise-Projekt der Reisebüros und 180 Mietstationen expandiert weiter, was man bereits der Tatsache entnehmen, dass die Mehrsprachigkeit der markeneigenen Website stetig wächst. Und das sorgt aus Knaus Tabbert-Sicht für genau den Effekt, dem man sich eigentlich zugewendet hat. CEO Wolfgang Speck drückt das so aus: “Rent and Travel ist für uns eine Neukunden-Generierungsmaschine”. Und damit meint er insbesondere die Generation der 18 bis 34-Jährigen. Die Zahlen geben ihm Recht. Knaus Tabbert erobert zunehmend Marktanteile, seit 2019 rund zusätzliche drei Prozent.
Pärchen mit Hund mit Mietwohnmobil

Hier die Aufzeichnung der Jahres-Pressekonferenz von Knaus Tabbert:

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