Knaus Boxdrive in Winterlandschaft

Wann ist ein Wohnmobil winterfest?

Ein Überblick über Elemente und Funktionen im winterfesten Wohnmobil.

Es gibt einige Blogposts und Videos, die sich innigst dem Thema Winterfestigkeit bei Wohnmobilen annehmen und erklären, wie man sein Gefährt vor Frostschäden schützt, bevor man es im Winter einmottet. Das mag gut und wichtig sein, aber das hat wenig bis nichts mit winterfest zu tun. Die Frage nach der Winterfestigkeit lässt sich theoretisch recht leicht beantworten: damit ist die geprüfte Nutzbarkeit eines mobilen Zuhauses bei niedrigen Temperaturen nach Din Norm EN 1646 Stufe III gemeint, oder in Alltagsdeutsch: ein Wohnmobil lässt sich nach Herunterkühlen auf -15° C wieder auf 20° C aufheizen, die Temperatur stabilisieren und der Wasserkreislauf funktioniert. Man muss also wenig Spezielles machen, entweder ein Wohnmobil ist aufgrund seines Ausbaus winterfest oder eben nicht.

Knaus bietet winterfeste CUVs an

Eine Wintertour mit dem Knaus Boxdrive gab mir gute Gelegenheit, das Thema in einem Kastenwagen zu durchleuchten. Kastenwagen (bei Knaus heißen sie CUVs, bei anderen Campervan oder allg. Campingbus) sind in der Regel nicht winterfest. Die Metallhülle und die Scheiben bzw. Türen im Fahrerhaus waren bisher als Wärmebrücken kaum zu stoppen, auch wenn man sich mit reflektierenden Matten an den Scheiben selbst ganz gut helfen kann und in unseren milden Wintern ganz gut durchkommt. Dennoch hat KnausTabbert mit dem letzten Refresh seiner Kastenwagen/CUVs ab Baujahr 2018 diese Situation überwunden und liefert sämtliche Reisemobile winterfest aus. In der Praxis gehören zur Bereitstellung eines winterfesten Wohnmobils einige Komponenten, die ich kurz vorstellen will:

Frostwächter

Winterfeste Wohnmobile mit Isolierung, Heizung und Frostwächter

A und O beim winterfesten Wohnmobil ist natürlich die Isolierung. Bei (Teil-)Integrierten ist diese bereits optimal gelöst durch die Schaumstoff- oder Styropor-Aufbauten, bei den Kastenwägen hat man mittlerweile spezielle Kunststoffe entwickelt, die ebenfalls winterfeste Wohnmobile ermöglichen. Knackpunkt ist aber das Fahrerhaus, das man entweder durch isolierende Matten oder durch einen beheizten Vorhang winterfest machen kann. Wer sein Wohnmobil im Winter nutzt, muss vor allem daran denken, dass es durchgeheizt werden muss, solange Wasser an Bord ist. Hierfür genügt eine Einstellung um 10° C, wenn man nicht an Bord ist. So wird verhindert, dass der Frostwächter öffnet, der den Boiler bei niedrigen Temperaturen vor dem Einfrieren schützt (und manchmal auch den Frischwassertank leer zieht). Überlegenswert ist auch eine iNet Box des Platzhirschs Truma. Sie ermöglicht die Steuerung der Heizung via Smartphone und somit das Einheizen bevor man in das Wohnmobil kommt.

Vorhang im Knaus Boxdrive Ein beheizter Vorhang wird zum wohnlichen Helfer im Winter

Knaus Boxdrive VW Crafter Lenkrad

winterfester Fahrkomfort

Basisfahrzeuge können herstellerseitig optional mit einigen Funktionen ausgestattet werden, die speziell den Fahrkomfort erhöhen. Der VW Crafter liefert im Knaus Boxdrive First Edition ebenfalls einige Funktionen, mit denen die Winterfstigkeit optimiert wird. Neben der handelsüblichen Klima mit Gebläse zum schnellen Aufheizen der Windschutzscheibe hat diese auch eine eigene Heizung, ebenso die Seitenspiegel. Sehr angenehm ist die Sitzheizung, die sich stufenweise einstellen lässt. Sitzheizungen werden im Knaus Boxdrive auch in der Sitzbank der Dinette angeboten.

Truma Panel im Knaus Boxdrive Auch bei der Dieselheizung kommt das bekannte Panel für die Truma-Heizung zum EInsatz

Diesel- oder Gasheizung?

Bevor ich den CUV abgeholt habe, recherchierte ich in Sachen Gasverbrauch und machte mir schon eine Art Einkaufsplan, um möglichst günstig den relativ hohen Bedarf bewältigen zu können. Doch: mal wieder die Rechnung ohne den Wirt gemacht, denn der Boxdrive hat eine Dieselheizung. Im Alltag merkt man den Unterschied nicht, die Truma-Dieselheizung wird wie die Gasheizung über ein Panelgesteuert. Gas wird dann nur noch zum Kochen benötigt und eine 2,8 kg- oder 5 kg-Flasche hält lange. Der Vorteil liegt auf der Hand: bei einer Dieselheizung muss man nur einmal an die Tankstelle fahren, um Antrieb und Heizung zu versorgen. In Kombination mit AdBlue ist das auch eine recht umweltfreundliche Sache.

Dank geht an die KnausTabbert GmbH, die diesen Artikel durch Bereitstellung eines Knaus Boxdrive unterstützt hat.

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