Bürstner Papillon pc 6.0 auf Messe

Bürstner Papillon: Campervan zwischen Raupe und Schmetterling

Der Bürstner Papillon lässt aufhorchen. Das gelingt zunächst über den Preis.

Der Bürstner Papillon ist – zumindest in der einfachsten Serienversion – eher eine Raupe als ein Schmetterling. Denn in diesen Camping-Kokon wurde nur das Allernötigste eingebaut, um einen klassischen 6 m-Kastenwagen mit Querbetten im Heck zu ermöglichen. Das muss aber aus mehreren Gründen nicht zwingend schlecht sein, denn es bleiben eine Menge Möglichkeiten

Das Rot ist ähnlich schrill wie die Erstpräsentation auf dem Caravan Salon 2025. Für den aufgerufenen Mindestpreis von 39.999 Euro gibt es den Bürstner Papillon in Weiß. Grautöne oder das knallige Rot gibt es gegen Aufpreis. Sein Aussehen lässt sich auch noch durch Akzentdesign und schnittigere Felgen aufpimpen. In der Basisversion kommt er stealthy rüber.

Bürstner Papillon in Weiß
In der Basisversion kommt der Bürstner Papillon einfach daher.

Gerade das Schnörkellose, Unauffällige und Minimalistische ist schon ein eigenes Konzept. Quasi weglassen at its best – ohne Draufzahlen. Wie das umgesetzt wird, zeigt sich aber erst so richtig im Innern des Bürstner Papillon.

Grundriss Bürstner Papillon
Minimalistisch ist auch die Grundriss-Zeichnung des Bürstner Papillon; Grafik: © Bürstner GmbH & Co. KG

Mit dem Nötigsten einfach unterwegs sein

Der Grundriss ist klassisch in Kastenwagen. Sechs Meter Länge, vorn eine Sitzgruppe inklusive der drehbaren Fahrerhaussitze, in der Mitte Bad und Küchenblock und im Heck ein Querbett. Doch ganz so einfach ist es nicht. Es gibt einige Besonderheiten im neuen Bürstner Papillon, die mehr Beachtung verdienen, weil sie Wahlfreiheit und Komfort miteinander verbinden.

Bürstner Papillon Durchsicht

Das Bett im Heck (1,85 mal 1,50/1,40 Meter) lässt sich quer hochklappen. Das schafft während der Fahrt Stauraum für Fahrräder oder anderes sperriges Reisegut.

Tricky: das Bad

Bürstner hat einen trickreichen Weg gefunden, das Bad im Papillon einfach und geräumig zu gestalten. Die Duschkabine ist für einen sechs Meter langen Campervan recht geräumig. Möglich wird das, indem das WC zum Duschen unter das Bett geschoben wird. Auch das Waschbecken verschwindet. Es wird hochgeklappt und bildet mit den anderen Schränken für die Hygieneartikel eine plane Fläche. Das ist gut benutzbar und schafft optische Ordnung.

Duschkabine im Bürstner Papillon
WC hinter zwei Türen
Waschbecken zum Herunterklappen

Variabel: die Küche

Auch der Küchenblock befindet sich zwar am üblichen Ort, teilweise vor der Schiebetür, aber er ist dennoch unüblich. Es gibt kein fest verbautes Gaskochfeld. Stattdessen wartet ein Fach auf einen mit Kartuschen betriebenen Kocher. Wer ihn nicht will, lässt ihn weg. In dieser gasfreien Variante ist das fest verbaute Induktionsfeld zum Kochen bereit.

Küchenblock
Kühlschublade

Ebenso gibt es keinen fest verbauten Kühlschrank. Stattdessen nimmt an der Stirnseite des Küchenblocks eine geräumige Schublade eine Kühlbox auf. Wer sie nicht will, lässt sie weg.

Flexibles Konzept zum Selbstausbau oder Zurüsten ab Werk

Der eigentliche Clou besteht im Büstner Papillon darin, dass er quasi als Raupe bezogen werden und dann zum Schmetterling weiterwachsen kann. Viele Ausstattungsoptionen und Pakete bieten Entfaltungsoptionen. Die Basisversion verfügt zugleich über einen Grundausbau, in dem alle Schreinerarbeiten und der Strom- und Wasserkreislauf enthalten sind. Wem die Komponenten ab Werk nicht liegen, kann diese Basisversion für einen Selbstausbau nutzen.

Der Bürstner Papillon wird aktuell auf dem Citroën Jumper ausgeliefert. Der französische Stellantis-2,2 Blue-HDI-Antrieb, der mit dem Ducato identisch ist, bringt es in der Basisversion auf 120 PS. Organisiert wird der Vortrieb mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe. Auch hier ist mehr möglich. Maximale Leistung bietet der 180 PS-Motor mit Automatik.

Der Bürstner Papillon Preis ist unschlagbar

Furore macht der Grundpreis beim Bürstner Papillon. Mit knapp unter 40.000 Euro wendet er sich an Einsteiger und preisbewusste Käufer. Das flexible Konzept ermöglicht es auch, den Camper nach und nach zu vervollkommnen. Ein Klappdach macht ihn bei Bedarf sogar zum Familiencamper.

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