Carado T338 im WInter

Carado T338 im Winter-Test: Lob der Einfachheit im Teilintegrierten mit Einzelbetten

Im Carado T338 wartet ein solider Teilintegrierter mit Einzelbetten auf Mitreisende, die Einfachheit und Komfort verbinden wollen.

Aktualisiert am 2. April 2026

Vier Wochen im Carado T338 haben die Qualitäten des vermeintlich konventionellen Teilintegrierten mit Einzelbetten offen gelegt. Er hat sich gute Noten unter Caravaning-Freunden verdient. Der Grundriss verspricht zunächst wenig Spektakuläres, aber im Detail bringt er Eigenschaften mit, die das Wohnmobil zu einem schätzenswerten Reisebegleiter machen – auch im Winter.

Zahlreiche Betten bieten Schlafkomfort

Auch wenn es nicht meinpersönliches Anliegen ist: der Carado T338 ist familientauglich. Es gibt Sitz- und Schlafplätze für vier bis zu vier Personen. Im Zentrum stehen dabei die beliebten Einzelbetten im Heck. Die fest verbauten Schlafplätze lassen sich für den Kuschelmodus mithilfe eines Schubfaches und eines zuätzlichen Matratzenteils zur Liegewiese erweitern.

Einzelbetten

Die beiden anderen Schlafplätze befinden sich im Hubbett über der Sitzgruppe. Dieses wird nur auf Wunsch eingebaut. Eine starke Option, denn der Verzicht bringt nicht nur mehr Zuladung, sondern auch 2,10 Meter Stehhöhe mitsamt mehr Licht durch das sonst verdeckte Dachfenster. Beeindruckend einfach ist auch die Bedienung des Hubbetts. Nach dem schnellen Lösen der Arretierung zieht man es manuell herunter. Schnell und sauber.

Staufächer unter den Sitzbänken

Eingang sorgt für Trockenheit und Ordnung

Unordnung im Wohnmobil ist der Endgegner der Entspannung. Im Carado T338 ist das jedoch kein Thema, wie der Eingangsbereich demonstriert. Noch bevor man das Fahrzeug betritt, kommen zwei Staufächer unter den Sitzen in den Blick. In Kombination mit der Komfort-Türe und Kleiderhaken am Hubbett entsteht die Basis für Ordnung und Organisation.

Unkomplizierte und funktionale Ambientebeleuchtung

Auch wenn man keine komplizierten dimmbaren Lichtkreise einbaut, ist eine Ambientebeleuchtung möglich. Im Carado T338 ist rundum atmosphärisches passives atmosphäre schaffendes Licht möglich. Im Wohnbereich ist das sogar auf zwei Kreise verteilt, was eine gewisse Dosierung erlaubt. Gedanken an Schnickschnack fallen spätestens weg, wenn die zusätzliche Funktionalität als Innenbeleuchtung für die Schränke ins Spiel kommt. So greifen Beleuchtung und Belüftungsfugen ineinander.

passiveBeleuchtung von Schrank und Innenraum
Die Ambientebeleuchtung ist zugleich Innenbeleuchtung der Schränke.
Winkelkueche im Carado T338

Küche und Bad sind gut organisiert

Die Küche im T338 befindet sich direkt hinter der klassischen Sitzgruppe. Die Winkelküche bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich auf Reisen das Leben auch kulinarisch zu versüßen. Oder einfach nur gesund zu leben. Auch vermeintlich kompliziertere Aktionen wie das Kochen einer selbstgemachten Hühnersuppe mit Gemüse sind problemlos möglich. Dabei helfen die größeren Flächen und auch die umfangreichen Staumöglichkeiten in den Schubladen, Hoch- und Unterschränken.

Hühnersuppe auf Gaskochfeld im WOhnmobil

Das Bad ist als Vario-Bad konzipiert. Mit einem Handgriff wird mithilfe einer Schwenkwand aus dem WC eine Dusche. Dieses einfach und wirkungsvolle Prinzip bewährt sich auch im T338.

Der Carado T338 besteht auch im Winter

Auf dieser Winter-Tour im März waren zahlreiche Wetterlagen vertreten, in denen sich der Carado T 338 bewährt hat. Sei es als Wäscheleinenhalter im frühlingshaften warmen Wetter bei 20 Grad oder auch bei zugigen Minusgraden auf der Schwäbischen Alb. Trotz der fehlenden Thermomatten im Fahrerhaus war das Wohnmobil gut zu beheizen. Hilfreich dabei war der simple Vorhang, der sich vor die Einzelbetten ziehen lässt. Er hält Heizluft von den Einzelbetten fern und sorgt für angenehmere Schlaftemperaturen.

Zugeschneites Wohnmobil

Im Schnee kommen dem Teilintegrierten auch seine übersichtlichen sieben Meter zugute. Die Truma Combi muss nicht soviel leisten und der Verzicht auf eine Heizung in der Garage erweist sich als Glücksgriff. Denn so gibt es keine Zugluft im Schlafbereich durch die Belüftungsfugen. Auch hier gilt: weniger ist manchmal mehr und es ist gut möglich, das ganze Jahr im T338 zu leben.

Wohnmobil mit Wäsche an der Markise

Was macht den Carado T338 aus?

Der Carado T 338 ist ganz konzentriert auf hohe Funktionalität. Er befriedigt beliebte Grundbedürfnisse (zum Beispiel nach Einzelbetten). Sein Aufbaukonzept glänzt durch eine Philosophie der Einfachheit. Auch der Möbelbau beschränkt sich aufs Wesentliche. Er unterstreicht durch seine Highlights die Absicht, keinen Schnickschnack installieren zu wollen, sondern durch Solidität ein stabiles Leben zu bieten – auch auf Reisen. In der Summe ist die Kosten reduzierende Produktion kein Sparkonzept, sondern ein Camping-Statement: Lob der Einfachheit, mit der sich ein minimalistischer Lebensstil realisieren lässt.

Preislich liegt der Einstieg bei 59.588.- Euro. Damit enthält der T338 viele Basics. In der empfehlenswerten pro+ Edition sind zahlreiche optische und technische Erweiterungen in einem vergünstigten Paket zusammengefasst. Der Preis liegt dann bei 65.587.- Euro (Stand Frühjahr 2026).

Grundriss Carado T 338
Grafik: Carado GmbH

Technische Daten Carado T338 pro+

  • Basisfahrzeug: Fiat Ducato (2.2 l Multijet), 103 kW / 165 PS mit 8-Gang-Automatik
  • Länge: 6,98 Meter, Breite: 2,32 Meter
  • Höhe: 2,90 Meter, Innenhöhe: 2,10 Meter
  • Technisch zulässige Gesamtmasse: 3.500 kg (für Führerschein Klasse B geeignet)
  • Masse in fahrbereitem Zustand: laut Hersteller 2.794 bis 2.818 Kilogramm
  • Zuladung: abzüglich zusätzlicher Toleranz etwa 600 kg
  • Zugelassene Sitzplätze: 4
  • Schlafplätze: 2 bis 4:
  • Heckbetten: ca. 190 x 80 cm und 200 x 80 cm, Hubbett (optional): ca. 195 x 140 / 110 cm
  • Kühlschrank: 156 Liter Volumen (inkl. 29 Liter separatem Frosterfach)
  • Frischwassertank: 122 Liter
  • Abwassertank: 92 Liter (mit pro+ Paket serienmäßig isoliert)
  • Dieseltank: 90 Liter
  • Heizung: Truma Combi 6 (Gasheizung mit integriertem 10-Liter-Boiler)
  • pro+ Highlights: 4 Meter Markise, Faltverdunkelung im Fahrerhaus, 16-Zoll-Alufelgen, lackierte Stoßfänger, Rahmenfenster und eine zweite Außenstauraumklappe.

Lesetipp: Wer einen luxuriösen Teilintegrierten mit Queensbett sucht, sollte sich einmal den französischen Notin Bilbao anschauen.

Transparenz: Die Carado GmbH hat die Recherchen für diesen Artikel mit der Bereitstellung eines Pressefahrzeugs unterstützt. Auf den Inhalt wurde kein Einfluss genommen.

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