Der neue Corigon T 70 LS scheint ein konventioneller Teilintegrierter zu sein, aber der zweite Blick verrät mehr.
Aktualisiert am 14. März 2026
Mit dem Corigon T 70 LS bringt die Erwin Hymer Group in schwierigen Zeiten einen Teilintegrierten auf den Markt, der viele beliebte Eigenschaften mitbringt. Allen voran ist es die Kombination eines sieben Meter langen Wohnmobils mit Längs-Einzelbetten und einem günstigen Preis.
Lange Einzelbetten im breiten Wohnmobil

Bereits bei den Einzelbetten kommt die Breite des Fahrzeugs von 2,32 Meter voll zur Geltung. Die beiden Festbetten sind je 80 Zentimeter breit und 2,07 und zwei Meter lang. Die 50 Zentimeter breite Lücke lässt sich mithilfe eines Auszugs und eines zusätzlichen Matratzenteils in eine große Liegefläche von stattlichen 2,10 x 2,0/2,07 Meter verwandeln. Bei den Oberschränken bleibt der Corigon sparsam. Sie kommen nur in den Heckbereich. Im Gegenzug gibt es Fenster und Blick ins Freie aus den Betten heraus.

Ungewöhnliche Grundriss-Variante mit Face-to-Face-Sitzgruppe
Doch neben den beliebten Konventionen eines Mittelklasse-Wohnmobils zeigt bereits der Blick auf den Grundriss, dass es hier ein Arrangement gibt, das vergleichsweise selten in Wohnmobilen dieser Bauart vorkommt.


Ein starkes Arrangement stellt die Sitzgruppe dar. Sie ist gleichzeitig großzügig und Platz schonend. Eine Face-to-Face-Lounge bietet Platz für bis zu fünf Personen. Zentrum bildet der Tisch, der sich der Länge nach halbieren lässt. Das schafft nicht nur ungehinderte Bewegungsfreiheit zwischen Fahrerhaus und Mittelteil, sondern auch ein weites Raumgefühl im Fahrzeug.
Kompakte, aber praktische Küche
Zu den Besonderheiten gehört auch, dass Küche und Bad wie so oft im Mittelteil einander gegenüber stehen, im Corigon T 70 LS aber die Hygienezelle direkt neben der Aufbautür steht und der Kochbereich an die Sitzgruppe anschließt. Was bringt das?

Ein Küchenblock samt Kühlschrank auf der Sitzbankseite lässt sich dort großzügiger platzieren, denn die Sitzbank kann entsprechend gekürzt werden, falls – wie im Corigon T 70 LS – ein zwei Meter langes Bett auf dieser Seite gewünscht wird. Auf der Seite mit der Aufbautür hingegen braucht ein Kompaktbad weniger Platz. Dadurch wird ein 2,07 Meter langes Bett möglich.
Gleichzeitig kann die Aufbautür ein Stück weiter links verbaut werden. Das ermöglicht den großen Hocker rechts vom Eingang, der dadurch die Sitzgruppe aufwertet. Vergeicht man mit der Modellvariante T 70 S (mit konventioneller Sitzgruppe), fällt auf, dass im T 70 LS die Arbeitsfläche auf dem Küchenblock etwas kleiner ausfällt. Aber dank der Fahrzeugbreite und des hinten platzierten Zwei-Flammen-Kochfeldes und der Spüle bleibt davor ausreichend Platz zum Kochen.
Kompaktes Bad mit leichtem Handling

Bei der Hygienezelle greift Corigon auf das beliebte Vario-Bad zurück. Der Wechsel zwischen WC mit Waschbecken sowie Duschkabine ist mittels Schwenkwand leicht herzustellen und die Hygieneartikel bleiben vor Spritzwasser geschützt.

Familien fördernde Zusatzausstattung
Der T 70 LS hat durch seinen Grundriss das Potenzial, ein Lebensbegleiter zu werden. In der Serienausstattung richtet er sich in erster Linie an Paare. Bereits durch die große geschlossene Liegefläche kann eine junge Familie auch mit den Basics auf Reisen gehen. Bei mehreren Kindern kann optional ein Hubbett eingebaut werden, das für weitere Schlafplätze sorgt. Durch die Sonderausstattung lassen sich in diesem Corigon bis zu fünf Schlafplätze einrichten. Möglich wird das durch Umbau der Sitzgruppe und ein Hubbett im Mittelteil.
Fazit: der Corigon T 70 LS punktet bei Preis und Ausstattung
Mit dem Grundriss im Corigon T 70 LS gelingt es, ein teilintegriertes Wohnmobil mit viel Bewegungsfreiheit auf die Räder zu stellen. Die Einzelbetten werden um einen gut organisierten Wohnbereich ergänzt. Der Grundpreis mit knapp 60.000,- Euro (Stand Frühjahr 2026) verwundert dabei fast. Das gilt auch für die sieben Jahre währende Dichtigkeitsgarantie, die im Marktvergleich eher niedrig ausfällt.
Die hier vorgestellte Modellvariante auf dem 140 PS Ducato mit Schaltgetriebe und prominenten Ausstattungs-Optionen wie dem zusätzlichen Hubbett, der Markise, dem Panoramafenster, der zweiten Garagentür oder der 120 W Solaranlage bleibt dennoch knapp unter 70.000,- Euro.
Die Erwin Hymer Group will mit der neuen Marke Corigon eine zusätzliche Käuferschaft erschließen. Obwohl Carado, Sunlight und Etrusco mit günstigen Reisemobil-Konzepten bereits zur EHG gehören, sieht die Unternehmensführung Potenziale bei den Einsteigern.
tourstory.de





