Der neue Corigon T 70 LS scheint ein konventioneller Teilintegrierter zu sein, aber der zweite Blick verrät mehr.
Mit dem neuen Corigon T 70 LS stellt die Erwin Hymer Group einen Teilintegrierten vor, der viele beliebte Eigenschaften mitbringt. Allen voran ist es die Kombination aus sieben Meter langem teilintegrierten Wohnmobil, Längs-Einzelbetten im Heck und ein günstiger Preis. Bereits bei den Einzelbetten kommt die Breite des Fahrzeugs von 2,32 Meter voll zur Geltung.

Die beiden Einzelbetten sind je 0,8 Meter breit und 2,07 und 2,0 Meter lang. Zusätzlich lässt sich mithilfe eines Auszugs und eines zusätzlichen Matratzenelements eine große Liegefläche von stattlichen 2,10 x 2,0/2,07 Meter herstellen. Bei den Oberschränken bleibt der Corigon sparsam. Sie kommen nur in den Heckbereich. Im Gegenzug gibt es Fenster und Blick ins Freie aus den Betten heraus.

Ungewöhnliche Grundriss-Variante
Doch neben den gängigen Konventionen eines Mittelklasse-Wohnmobils zeigt bereits der Blick auf den Grundriss, dass es hier ein Arrangement gibt, das vergleichsweise selten in Wohnmobilen dieser Bauart vorkommt.


Lounge-Feeling im Wohnbereich
Ein starkes Arrangement stellt die Sitzgruppe dar. Sie ist gleichzeitig großzügig, aber auch Platz schonend. Eine Face-to-Face-Lounge bietet Platz für bis zu fünf Personen. Zentrum bildet der Tisch, der sich der Länge nach halbieren lässt. Das schafft nicht nur ungehinderte Bewegungsfreiheit zwischen Fahrerhaus und Mittelteil, sondern auch ein weites Raumgefühl im Fahrzeug.

Zu den Besonderheiten gehört auch, dass Küche und Bad wie so oft im Mittelteil einander gegenüber stehen, im Corigon T 70 LS aber die Hygienezelle direkt neben der Aufbautür steht und der Kochbereich an die Sitzgruppe anschließt. Was bringt das?
Ein Küchenblock samt Kühlschrank auf der Sitzbankseite lässt sich dort großzügiger platzieren, denn die Sitzbank kann entsprechend gekürzt werden, falls – wie im Corigon T 70 LS ein zwei Meter langes Bett auf dieser Seite gewünscht wird. Auf der Seite mit der Aufbautür hingegen brauch ein kompaktes Bad weniger Platz. Dadurch wird das 2,07 Meter lange Bett möglich und dennoch kann die Aufbautür ein Stück weiter links verbaut werden. Weiteres Resultat ist der größere Hocker rechts vom Eingang, der durch einen größeren Sitzplatz bietet und dadurch die Sitzgruppe aufwertet.
Kompaktes Bad mit leichtem Handling

Bei der Hygienezelle greift Corigon auf das beliebte Vario-Bad zurück. Der Wechsel zwischen WC mit Waschbecken sowie Duschkabine ist mittels Schwenkwand leicht herzustellen und die Hygieneartikel bleiben vor Spritzwasser geschützt.

Für Familien förderliche Zusatzausstattung
Die Erwin Hymer Group will mit der neuen Marke Corigon eine zusätzliche Käuferschaft erschließen. Obwohl Carado, Sunlight und Etrusco mit günstigen Reisemobil-Konzepten bereits zur EHG gehören, sieht die Unternehmensführung Potenziale. Dies gilt insbesondere für Caravaning-Einsteiger, aber auch für junge Familien.
Durch optionale Ausstattung lassen sich im Corigon T 70 LS bis zu fünf Schlafplätze einrichten. Möglich wird das durch Umbau der Sitzgruppe und ein Hubbett im Mittelteil.
Fazit: der Corigon T 70 LS punktet bei Preis und Ausstattung
Mit dem Grundriss im Corigon T 70 LS gelingt es, ein teilintegriertes Wohnmobil mit viel Bewegungsfreiheit auf die Räder zu stellen. Die Einzelbetten werden um einen gut organisierten Wohnbereich ergänzt. Der Grundpreis mit knapp 60.000,- Euro verwundert dabei fast.
Die hier vorgestellte Modellvariante auf dem 140 PS Ducato mit Schaltgetriebe und prominenten Ausstattungs-Optionen wie dem zusätzlichen Hubbett, der Markise, dem Panoramafenster, der zweiten Garagentür oder der 120 W Solaranlage bleibt dennoch knapp unter 70.000,- Euro.
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