Challenger X260

Challenger X260 Open Edition: Schmaler Teilintegrierter mit Heckbad und Garage

Mit dem X260 Open Edition stellt Challenger zur Saison 2027 ein Reisemobil vor, das die Maße eines Kastenwagens mit dem Grundriss eines Teilintegrierten verbindet.

Durchschuss Challenger X260

Das Konzept: Wohnraum statt Festbett

Der Clou im Challenger X260 steckt in seiner Raumaufteilung. Überschaubare 6,55 Meter Länge, schmale 2,10 Meter Breite niedrige 2,75 Meter Höhe formen einen kompakten Teilintegrierten, der im Innenraum dennoch 1,98 Meter Stehhöhe bietet. Der Verzicht auf fest installierte Betten gewinnt Fläche für einen offenen Wohnraum. Zwei längs angeordnete Sitzbänke an einem klappbaren Tisch bilden zusammen mit den drehbaren Sitzen des Fahrerhauses eine Sitzgruppe für sechs Personen.

Sitzgruppe mit Hubbett

Unter der Decke hängt ein elektrisch absenkbares Hubbett mit 1,40 mal 1,90 Meter Liegefläche. Darunter lässt sich die Sitzgruppe bei Bedarf zu einem zweiten Doppelbett mit denselben Maßen umbauen. An den Wohnbereich schließt sich auf der Fahrerseite eine Küchenzeile mit Zweiflammkocher, Spüle und Flächenerweiterung an. Gegenüber steht ein 150 Liter fassender Kompressor-Kühlschrank.

Küchenblock

Raumaufteilung und Funktionen im Heckbad

Hinter der Küche teilt eine Schiebetür den Wohnraum vom Heckbad. Es erstreckt sich über die gesamte Breite und bildet zwei Funktionszonen. Die Duschkabine ist mit Falttüren ausgestattet.

Raumbad

Gegenüber steht die Toilette. Über der Kassettentoilette ist ein Klappwaschbecken montiert. Im „WC-Modus“ erweitert die Unterseite die Spiegelfläche. Hinter dem Sanitärbereich ist ein hochgesetzter Kleiderschrank verbaut, darunter gibt es eine schmale Heckgarage, die auch vom Innenraum zugänglich ist.

Klappwaschbecken
garage

Unterschiede zum Schwestermodell Chausson X640

Baugleich zum Challenger X260 läuft im französischen Trigano-Werk in Tournon-sur-Rhône das Schwestermodell Chausson X640 vom Band. Beide Fahrzeuge teilen sich den identischen Grundriss, die Maße sowie die zum Modelljahr 2027 eingeführte IRP-360-Aufbaukonstruktion aus holzfreiem GFK-Verbundmaterial.

Chausson X640 schmaler Teilintegrierter
Foto: © Trigano VDL

Die unterschiede bestehen im Design, nicht im Möbelbau. Beide Modelle tragen einen schwarz abgesetzten Übergang zwischen Fahrerhaus und Aufbau. Während Challenger beim X260 auf eine Beklebung mit kantigen schwarzen Streifen und roten Akzenten setzt, bleibt der Chausson X640 bei mehr weißer Fläche mit dem typischen Grünstreifen. Im Fahrzeuginnern prägen Holzoptik, salbeigrüne Fronten kombiniert mit schwarzer Rückwand und beleuchteten X-Emblem an der Eingangswand den Challenger X260. Die Sitzpolster der Wohnwelt Cannes sind in hellem Beige gehalten. Chausson stattet den X640 stärker mit dunklen Grautönen, anthrazitfarbenen Möbelfronten und Polstern in brauner Lederoptik aus.

Infobox Aus der tourstory.de Redaktion

X260-Design im Eingang

Basis, Chassis und Antriebsvarianten

Als technisches Fundament dient beiden Modellen ausschließlich der Fiat Ducato mit einem Radstand von 3,80 Metern. In der Serie treibt ein 2,2-Liter-Turbodiesel mit 140 PS und manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe die Karre an. Das zulässige Gesamtgewicht liegt im Grundzustand bei 3,5 Tonnen. Die Masse in fahrbereitem Zustand gibt das Werk mit rund 2,9 Tonnen an. Optional lässt sich der Antrieb auf 180 PS oder/und mit Achtgang-Automatik zurüsten. Das Fiat-Maxi-Fahrgestell kann auch auf 4,4 Tonnen aufgelastet werden.

X260-Design auf Außenhaut

Preisgefälle zwischen Basis und Vollausstattung

Der Einstiegspreis des Challenger X260 Open Edition liegt bei 75.990 Euro ab Werk. Zur Serienausstattung zählen unter anderem die 4 KW-Dieselheizung, Rahmenfenster, Isofix-Halterungen und das Fiat-Sicherheitspaket mit Spurhalte- und Notbremsassistent. Wer alles draufpackt, was man herstellerseitig braucht – oder auch nicht – knackt die 90.000 Euro. Offene Augen nach Messerabatten lohnen sich hier wohl.

Mit der Erweiterung auf 6,55 Meter Länge schafft Challenger Stauraum im Heck. In der Nische der 2,10 Meter extra-schmalen und agilen Teilintegrierten besetzt das Modell einen Sonderplatz. Wer das tägliche Absenken des Hubbetts akzeptiert, erhält auf den Flächen eines Campervans die Bewegungsfreiheit eines ausgewachsenen Acht-Meter-Wohnmobils.

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