Der Globebus Go T45 ist ein spannender Kompakt-Camper mit agilen Maßen fürs Reisen im eigenen Wohnraum.
Wir hatten Gelegenheit, den Globebus Go T45 zu testen und konnten ihn dabei auch auf seine Winterqualitäten hin begutachten. Er ist 2,20 Meter schmal und 6,68 Meter kurz. Seine Dieselheizung lockt nicht zuletzt zum Ganzjahres-Camping.
Seitdem Dethleffs die Globebus Go-Reihe als schmale Teilintegrierte vorgestellt hat, steht Kundschaft eine kompakte Wohnmobilreihe zur Verfügung, die mehr Beweglichkeit und Zuladung im 3,5-Tonnen-Spektrum ermöglicht. Im Gegenzug bleibt die eine oder andere Einschränkung nicht aus. Allerdings gilt das nicht für alle.


Grundriss mit Einzelbetten und Vario-Bad
Herzstück des Globebus Go T45 sind die komfortablen Einzelbetten. Auf diesen beliebten Schlafbereich ist das Reisemobil ausgerichtet. An der Rückwand wurden Hängeschränke verbaut, an den Seiten sind Ablagefächer, so dass auch Platz für Fenster bleibt. Hier lassen sich gemütliche Nachtstätten einrichten, auch im frostigen Winter. Allerdings waren die Leselampen zu grell.

Dethleffs hat im Globebus Go T45 ein Vario-Bad verbaut. Es besteht aus dem WC mit Waschbecken und wird mithilfe einer Schwenkwand mit wenigen Handgriffen zur Dusche umgebaut. Die kompakte Dusche funktioniert auch im Winter zuverlässig und die Platzierung am Radkasten erlaubt, auch im Sitzen zu duschen.


Winter-Camper mit Dieselheizung
Der Dethleffs Globebus Go T45 hat eine Dieselheizung an Bord. Wer auch gerne im Winter campt, weiß um die Vorteile. Eine Dieselheizung spart Stauraum und Versorgungsaufwand. Im Winter ist Durchheizen angesagt. Da erweist es sich als sehr angenehm, wenn man nicht alle drei Tage eine Gasflasche wechseln muss. Die Heckgarage ist auch beheizt.
Beim Wintercampen selbst bewährt sich der Dethleffs Globebus Go T45. Die Wärme breitet sich im Fahrzeuginnern angenehm aus. Gerade im Schlafbereich ist es wohlig warm. Im Teilintegrierten bildet das Fahrerhaus – wie in allen Reisemobilen dieser Bauart – eine Wärmebrücke, die sich aber mit den gängigen Hilfsmitteln wie einer Thermomatte auf der Windschutzscheibe oder Abdeckungen im Fußbereich eindämmen lassen.


Die Plisseevorhänge bringen immer etwas Schutz vor Kälte, so dass man sie auch bei Nutzung der Thermomatten schließen sollte. Zwischen Scheibe und Plissee sammelt sich eine Luftschicht, welche die Dämmung unterstützt. Der Rahmen für die Verdunkelung der Windschutzscheibe wird um den Rückspiegel geführt.
Nun kann man sich vielleicht fragen, warum nicht endlich jemand die nutzlosen Rückspiegel von der Windschutzscheibe entfernt? Doch gerade Dethleffs zeigt im e.home eco, dass durch digitalisierte Technik und nachhaltige Prinzipien solche Installationen wieder nützlich werden. Im Rückspiegel der Zukunft wird ein Kamerabild eingespielt.

Die Sitzgruppe im Globebus Go T45 unter der Lupe
Viele Qualitäten entfaltet der Globebus Go T45 im Stillen. Ein weiteres Detail ist die Steckdose in der Ablage über der Fahrerseite und damit in der Nähe der Sitzgruppe. Warum ist sie so wertvoll? Die Sitzgruppe kann immer auch Arbeitsplatz sein. Mehrere 230V-Geräte sollen dann mit Landstrom versorgt werden. Laptop, Monitor, Drucker, Ladegeräte usw. Die Steckdose in der Ablage erlaubt es, dort einen Mehrfachstecker für die einzelnen Endgeräte anzuschließen. Der Kabelsalat bleibt in der Ablage und beeinträchtigt nicht die Bewegungsfreiheit unter dem Tisch. Auch im restlichen Fahrzeug geizt Dethleffs nicht mit Steckdosen für den Landstrom-Betrieb.

Apropos Tisch: nachdem der Globebus Go T45 wegen seiner kompakten Maße einen schmalen Tisch an Bord hat, ist für große Menschen wenig Beinfreiheit geboten. Auch das Tischbein beeinträchtigt den Bewegungsspielraum. Aber: der Tisch lässt sich verlängern. Er kann herausgezogen und am Fenster eine zusätzliche Platte eingesetzt werden.
Der Dethleffs Globebus Go T45 ist ein wendiger Reisebegleiter
Der Ford Transit hat sich längst als Alternative zu den Marktführern der Basisfahrzeuge im Reisemobilbau etabliert. Die Assistenzsysteme arbeiten zuverlässig und bringen im aktuellen Ford Transit mehr Sicherheit. Der Aufbau des Dethleffs Globebus Go T45 ist kaum spürbar und so lenkt man das Reisemobil nach kurzer Eingewöhnung an die Außenmaße schnell wie einen PKW.

Der Dethleffs Globebus Go T45 erfüllt seinen Anspruch, als kurzer und schmaler Teilintegrierter ein agiler Ganzjahres-Camper zu sein, der mit einer besonderen Atmosphäre aufwartet. Der klassische Grundriss mit Einzelbetten im Heck erfüllt insbesondere die Erwartung von reisenden Paaren, die Wert auf Spontaneität und Beweglichkeit legen.

Nach der intensiven Testphase scheint aber eine Grenzziehung wichtig. Dieses kompakte Reisemobil ist schwierig für Menschen über 1,80 Meter Größe, es sei denn, man reist alleine. Sonst könnte es eher etwas zu eng werden. Das betrifft auch die Stehhöhe, die mit 1,90 Meter ebenfalls kompakt gehalten wird. Im Gegenzug erhalten die Besitzer ein optisch wohlproportioniertes Reisemobil.
Für den Globebus Go T45 ruft Dethleffs einen niedrigen Einstiegspreis von 60.800 Euro auf (Stand Frühjahr 2026). Unser Tester mit Active- und Winterpaket, Fahrradhalter am Heck, Markise sowie umfangreichem Multimedia-Set und Assistenzsystemen für den Ford Transit kommt auf etwa 77.000 Euro.
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