Der Sunlight Vanlife 540 V bricht zementierte Konventionen auf. Er streicht das vordere Wohnzimmer, trennt Fahrerhaus und baut eine Stiege ein. Das klingt zunächst wie ein Treppenwitz, entpuppt sich aber schnell als komplexe Architektur auf 5,40 m Länge, die spielerisches Campen zwischen Innen und Außen bietet.
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Der Sunlight 540 V Vanlife im Überblick

Architektur der Trennung und Öffnung
Die klassische Kastenwagen-Lehre integriert die drehbaren Vordersitze in den Wohnraum. Sunlight kappt diese Verbindung und trennt das Fahrerhaus des Citroën Jumper vom Kasten. Dieser bewusste Cut nimmt zwar zunächst Raum, schafft aber an der Rückwand Platz für das zentrale architektonische Element dieses kurzen Campervans: die Treppe in das Klappdach. Sie öffnet den Weg ins Dach.

Das Fahrerhaus als abgetrenntes Segment bietet handfeste Vorteile. Es ist erweiterter Stauraum für voluminöses Equipment oder Rückzugsort für privatere Aktivitäten, wenn Paare unterwegs sind. Nicht vergessen sollte man, dass das Fahrerhaus nicht mehr als klassische Wärmebrücke unangenehm auffällt. Der automotive Charakter eines Campers wird ebenfalls ausgeschlossen und schafft ein neues Wohngefühl, das im Zusammenspiel mit den großen Türen im Heck und in der Seitenwand mit der umgebenden Landschaft korrespondiert.



Das Wohnzimmer im Heck
Die Sitzgruppe wandert im Sunlight 540 V ins Heck. Als Face-to-Face-Lounge erlaubt sie großzügiges Sitzen gleichermaßen wie einen öffnenden Durchgang oder Transportbereich, denn der Tisch lässt sich zusammenklappen und/oder herausnehmen. Die Hecktüren holen die Landschaft direkt an den Tisch. Dieser Bereich bietet Aufenthaltsqualität auch an verregneten Tagen. Bei Bedarf verwandelt sich diese Lounge in eine Liegefläche, was sich sogar als besondere Wintertauglichkeit formulieren lässt.

Im Heck befindet sich ein kleines Gasfach. Die Größe für die 2,75-Kilogramm-Flasche spart nicht nur Platz, die zeigt auch an, dass im Sunlight 540 Vanlife eine Dieselheizung im Spiel ist.


Der Aufstieg ins Obergeschoss
Eine wackelige Leiter in ein Aufstelldach zu klemmen, zeugt selten von Eleganz und blockiert oft den schmalen Flur. Sunlight installiert stattdessen eine fest verschraubte Treppe. Diese massive Konstruktion schluckt vordergründig massiv Volumen, zahlt diesen Platzbedarf aber multifunktional zurück. In den Stufen sind großzügige Staufächer und ein 64-Liter-Kompressor-Kühlschrank untergebracht.


Der mühelose Aufstieg führt direkt ins serienmäßige Schlafdach. Das Obergeschoss im Sunlight 540 V beherbergt nicht nur das großzügige Bett mit 2,06 auf 1,43 Meter Liegefläche. Bei geöffneten Zeltwänden wird das Klappdach zum luftigen Ausguck. Unten wohnen, vorne arbeiten, oben schlafen – diese Dreiraum-Wohnung entzerrt Bewegungsabläufe auf kleinem Raum.
Technische Realität und Preisschild
Die Maße für diese Campervan-Architektur nötigen Respekt vor den Konstrukteuren ab. Der Kastenwagen ist nur 5,41 Meter lang, 2,05 Meter breit, aber auch 2,81 Meter hoch. Die Innenstehhöhe liegt bei 1,90 Meter. Technische Basis für den Vanlife 540 V ist der Citroën Jumper mit 140 PS Diesel und Sechsgang-Schaltgetriebe.

Sunlight ruft für dieses markante Paket einen Grundpreis von 57.499 Euro auf (Stand Sommer 2026). Bei der Einordnung fällt ins Gewicht, dass entscheidende Features wie das Schlafdach, die Dieselheizung Combi D 4 und die Frischwasserkapazität von 100 Litern bereits in Serie an Bord sind. Den Wohnkomfort steigern Sonderausstattungen wie das Basic Paket Vanlife mit Fenstern im Bad oder das Chassis Paket mit Totwinkelassistent. Die fahrbereite Masse liegt in der Serienversion bei 2.829 Kilogramm, da ist ordentlich Zuladung bis 650 Kilogramm möglich.
Der Sunlight Vanlife 540 V bietet ein radikal offenes Raumerlebnis. Er dekonstruiert den klassischen 5,40 Meter Campervan und baut ihn als rollendes Loft neu auf.
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