Runie Kraftstein auf der Kraftstein-Runde

Wandertipp: die wunderbare Kraftstein-Runde auf der Südwestalb

Die Kraftstein-Runde durchzieht Naturschutzgebiete auf der Südwestalb. Die Rundwanderung gilt als Geheimtipp.

Nicht nur wegen der Ruine Kraftstein und weiteren ehemaligen Burgenplätzen kann die Kraftstein-Runde als Geheimtipp unter den Premiumwegen der Südwestalb bezeichnet werden. Der Weg streift zwei Naturschutzgebiete und führt auf 10,7 km rund ums Ursental durch die besondere Schönheit der Alblandschaft und ihre Flora.

Zwar bietet der Rundwanderweg oberhalb des Ortes Dürbheim am trotz seiner Lage westlichen Rand der Südwestalb keine spektakulären Panoramen von der Albtraufkante aus. Dennoch gibt es wundervolle Ausblicke über das Nendinger Ursental, das sich in die Albhochfläche eingeschnitten hat.

Die Kraftstein-Runde: wechselvolle Landschaft aus Wiesen und Wäldern, Bergen und Tälern

Überall am Weg findet man Ruhebänke und Rastplätze, um sich mitten in der Natur erholen zu können. Doch nicht nur Fernblicke bieten schöne Aussichten. Zum Landstrich, der sich Hohe Schwabenalb nennt, gehören entlang der Kraftstein-Runde zwei Naturschutzgebiete.

Die Landschaftsformationen begeistern und charakterisieren mit wildwüchsigen Bäumen und Sträuchern auf den Schafweiden des Weißjurakalk-Gebirges. Entlang der Kraftstein-Runde befinden sich viele Wacholdersträucher mit den kleinen blauen Beeren, die aus biologischer Sicht Zapfen sind.

Südwestalb-Landschaft auf der Kraftstein-Runde

Wacholdersträucher reifen zweijährlich und wer ihnen auf die Spur kommen will, sollte natürlich im Herbst auf die Kraftstein-Runde gehen. Wenn man Wacholder pflückt und in der Hand zerreibt, bekommt man das phantastische Aroma dieser kleinen Gewürzkugel in die Nase. Ein Hochgenuss.

Naturfundstücke für Fotografen

Es bietet sich im Übrigen zu allen Jahreszeiten an, um der vielfältigen Flora aus Blumen, Kräutern und Gräsern auf die Spur zu kommen. Naturfotografen kommen hier voll auf ihre Kosten und können die Früchte des Waldes festhalten.

Wacholderstrauch auf der Kraftstein Runde

Die Ausschilderung ist einwandfrei, wie man das von einem Premiumwanderweg erwarten darf. Das bedeutet auch, dass die Route in beiden Laufrichtungen begangen werden kann. Dazu gehören auch Aufs und Abs ins Ursental und wieder heraus, aber die Aufstiege sind gut zu bewältigen.

Burgen gehören zur Alb-Landschaft

Die Kraftstein-Runde hat ihren Namen von der Ruine der Burg Krafstein, zugleich heißt das örtliche Naturschutzgebiet so. Entlang des Wanderweges gibt es aber noch drei weitere Ruinen: Bräunisburg, Wallenburg ud Altrietheim. Die geschichtlichen Hintergründe solcher Burgen, die es zahlreich in der Region gibt, gehören heute nicht gerade zum Allgemeinwissen.

Im Frühjahr 2023 wurden die Infostelen an allen vier Burgruinen komplettiert. Zwar ist von den Ruinen nicht allzu viel übrig, aber die allgemenn geschichtlichen Zusammenhänge lassen auch hier die gängigen Entwicklungen unterstellen. Burgen waren Schutzräume für die adligen Familien des Mittelalters und viele Geschwister sorgten für viele Brugen.

Die Wallenburg befindet sich an der Aussicht, wo das Donautal und das Ursental aufeinander treffen. Sie entstand vermutlich in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts und gehört damit zu den ältesten Burgenresten in der Region Großer Heuberg.

Die Wallenburg war auch mindestens bis zum Ende des Mittelalters bewohnt, als dann wie andernorts auch durch gesellschaftlichen Wandel und technischen Fortschritt das große Burgensterben einsetzte und die herrschaftlichen Gebäude zum Baumaterialgewinn geschliffen wurden.

Burgen-Lesetipp: im Donautal oberhalb von Thiergarten befinden sich die Ruinen Falkenstein.

Natur genießen – auch beim Einkehren

Die Kraftstein Runde bietet auch gute Einkehrmöglichkeiten, die man zugleich als Start- und Zielorte nutzen kann. Auf dem Risiberg ist nicht nur ein großer Wanderparkplatz, sondern auch ein Landgasthof mit regionalen Gerichten, die zu allen Tageszeiten zu haben sind. Zum Haus gehören auch ein Spielzimmer und außen der große Spielplatz mit Tiergehege.

Auf dem benachbarten Rußberg kann man in zwei Wirtschaften ein Wandervesper einnehmen. Entweder am Backhäusle Vespern wie bei Oma oder im Landgasthof mit Weinhandlung und Wohnmobilstellplatz einkehren. In Sichtweite der Ruine in Mahlstetten befindet sich auf dem Hofgut Kraftstein eine Vesperstube. Entdecken und Erschmecken ist also angesagt.

Weitere Infos über die Kraftstein Runde gibt’s bei bergwelten.com

(230215/JDM7996)

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